Marktplatzprovisionen bewegen sich je Kategorie in einem breiten Band. Wo Sie in diesem Band liegen, bestimmt Ihre Preisentscheidung unmittelbar.
01. Die Breite des Bandes
Die Sätze schwanken je nach Kategorie etwa zwischen 5 und 22 Prozent inklusive Mehrwertsteuer. Die niedrigsten liegen bei Kategorien wie digitalen Geschenkkarten und Mobiltelefonen; die höchsten bei Telefonersatzteilen und Tabletzubehör.
02. Wettbewerb und Satz
In stark umkämpften Bereichen wie Elektronik, Weißware und Telefonzubehör werden die Sätze vergleichsweise niedrig gehalten. Bei Kosmetik, Schmuck und Accessoires liegen sie im hohen Band.
03. Veränderlichkeit
Die Sätze sind nicht fest; sie können sich mit Kampagnenzeiträumen, Unterkategorien und Leistung ändern. Das Preismodell an einen einzigen Satz zu binden ist riskant; regelmäßige Bestätigung im Verkäuferpanel ist nötig.
04. Die echte Ergebnisrechnung
Die Provision ist nicht der einzige Posten. Mit Versand, Servicegebühr, Kampagnenanteil und Retourenkosten sinkt die Nettomarge deutlich. Eine Ergebnisrechnung je Produkt muss alle enthalten.
05. Die Kategorieentscheidung
Ein Produkt mit geringer Marge in einer Kategorie mit hoher Provision zu verkaufen geht rechnerisch nicht auf. Katalogentscheidungen am Provisionsband zu überprüfen wirkt besser als Preissenkungen.
06. Berichtswesen
Bauen Sie einen Nettomargenbericht nach Kanal und Produkt. Ohne ihn bleibt unsichtbar, welches Produkt tatsächlich Verlust bringt; so schmilzt der Gewinn, während der Umsatz wächst.