Wenn der Marktplatzumsatz hoch, der Gewinn aber niedrig wirkt, liegt es meist an nicht verfolgten Abzügen. Zwischen Verkaufspreis und Zahlungseingang liegen mehrere Posten.
01. Abzugsposten
Provision, Versandkosten, Servicegebühr, Kampagnenanteil, Retourenversand und Verzugsabzüge. Jeder ist eine eigene Zeile in der Abrechnung; als eine Summe ins ERP gebucht, lässt sich keine Rentabilität je Artikel messen.
02. Abstimmung der Abrechnung
Die Abrechnung des Marktplatzes ist regelmäßig mit den eigenen Verkaufsdaten zu vergleichen. Abweichungen stammen meist aus Retourenzeitpunkten und Kampagnenabzügen.
03. Der Retourenprozess
Eine Retoure braucht ein Gegenstück auf Bestands- und Buchhaltungsseite. Wird Ware ohne Unterscheidung zwischen verkaufsfähig und beschädigt eingebucht, erscheint Unverkäufliches weiter als verfügbar.
04. Die Rechnungsseite
Marktplatzbestellungen werden dem Käufer in Rechnung gestellt und fallen unter das e-Archiv. Die Rechnungsnummer sollte an den Marktplatz zurückgeschrieben werden; sonst entsteht Supportaufwand durch Käuferanfragen.
05. Echte Rentabilität
Der Gewinn je Artikel ergibt sich, wenn Provision, Versand, Retourenquote und Warenkosten vom Verkaufspreis abgezogen werden. Diese Rechnung in Power BI nach Kanal und Artikel zeigt, welcher Artikel tatsächlich Verlust bringt.
06. Retourenquoten verfolgen
Die Retourenquote je Kategorie gehört in die Preisentscheidung. In einer Kategorie mit hoher Quote zahlen Sie Provision und Versand zweimal.