Die Änderung der Verordnung über kommerzielle Werbung und unlautere Geschäftspraktiken durch das türkische Handelsministerium trat am 1. August 2026 in Kraft. Sie betrifft jedes Unternehmen, das in der Türkei digital wirbt.
01. Was sie umfasst
Die Änderung bringt neue Regeln zu digitalem Marketing, Einsatz künstlicher Intelligenz, Influencern, Rabattaktionen und Umweltaussagen. Ziel ist, Irreführung von Verbrauchern zu verhindern und die Transparenz digitaler Werbung zu erhöhen.
02. KI offenlegen
Der Einsatz künstlicher Intelligenz, der das wirtschaftliche Verhalten von Verbrauchern beeinflusst, sowie digitale Figuren, die von realen Personen nicht zu unterscheiden sind, müssen klar gekennzeichnet werden. Für Marken mit KI-erzeugten Bildern und Videos gehört das in den Kreativprozess.
03. Irreführende Darstellung
Inhalte, die den Eindruck erwecken, eine Person empfehle ein Produkt, obwohl sie es nicht tat, fallen unter das Verbot. Versuche, Prominentengesichter oder Kundenstimmen zu erzeugen, laufen in diese Klausel.
04. Rabattaussagen
Eine Rabattaussage braucht eine Grundlage. Hinter "70 Prozent Rabatt" muss ein tatsächlich angewandter Vorpreis und ein Zeitraum stehen, in dem er galt. Hält die Kampagnenlogik diese Daten nicht vor, entsteht Risiko.
05. Umweltaussagen
Begriffe wie umweltfreundlich, recycelbar und klimaneutral müssen belegbar sein. Eine unbelegte Umweltaussage kann als Grünfärberei gewertet werden.
06. Was jetzt zu tun ist
Eine dreistufige Prüfung genügt: Kennzeichnen Sie laufende Werbemittel hinsichtlich KI-Einsatz, ziehen Sie die Preishistorie hinter Rabattaussagen, und legen Sie eine Belegakte für Umweltformulierungen an. Diese drei werden bei einer Prüfung zuerst abgefragt.
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