Jedes Unternehmen, das auf SAP-Seite eine Migration plant, muss drei Termine klären. Der Fahrplan hat sich über die Jahre verschoben, und diese Verschiebung führt zu Fehlplanungen.
01. Drei Termine
Die Mainstream-Wartung für die Kernanwendungen der Business Suite 7 endet Ende 2027. Danach läuft eine optionale erweiterte Wartung bis Ende 2030. Für S/4HANA besteht eine Wartungszusage bis Ende 2040.
02. Erweiterte Wartung ist nicht kostenlos
Ein Weiterbetrieb nach 2027 ist gebührenpflichtig und im Umfang enger als die Mainstream-Wartung. Sie ist keine Lösung, sondern erkaufte Zeit zur Planung der Migration.
03. Warum früh beginnen
Eine S/4HANA-Migration ist kein technisches Upgrade, sondern ein Überdenken der Prozesse. Selbst in einem mittelgroßen Unternehmen ist es mit Vorbereitung ein Programm über ein Jahr. Ein auf 2027 zielender Plan müsste bereits laufen.
04. Der Migrationsansatz
Es gibt drei Wege: das bestehende System konvertieren, neu aufsetzen oder selektiv überführen. Wo die Anpassungslast schwer wiegt, liefert der Neuaufbau oft das sauberere Ergebnis.
05. Die türkische Dimension
Lokalisierung, e-Beleg-Integration und lokale Berichtsanforderungen gehören von Anfang in den Umfang. Später ergänzt, ist dieser Posten derjenige, der den Zeitplan am häufigsten sprengt.
06. Alternativen prüfen
Wo die Migrationskosten bei mittelgroßen Unternehmen hoch ausfallen, kommt auch die Prüfung eines alternativen ERP auf die Tagesordnung. Die Entscheidung folgt der Prozesskomplexität und dem Bedarf an Auslandsbetrieb.