Der problematischste Teil der Marktplatz-Integration ist der Bestand. Der Grund ist einfach: Er wird in Ihrem System und auf dem Marktplatz geführt, und dazwischen liegt eine Verzögerung.
01. Eine einzige Wahrheitsquelle
Die einzige Wahrheitsquelle für Bestände muss das ERP oder das WMS sein, nie der Marktplatz. Der Wert auf dem Marktplatz ist stets als Kopie zu betrachten und regelmäßig zu überschreiben.
02. Aktualisierungsfrequenz
Die Vollliste dauernd zu senden, verbrennt API-Limits. Richtig ist, geänderte Artikel sofort und die Vollliste einmal täglich zu senden. So erreicht man Tempo und Konsistenz zugleich.
03. Sicherheitsbestand
Bei schnelldrehenden Artikeln senkt ein leicht unter dem Realbestand liegender Wert die durch gleichzeitige Bestellungen ausgelösten Stornos deutlich. Die Höhe richtet sich nach der Umschlagsgeschwindigkeit.
04. Bestellabruf
Der Abruf muss wiederholbar sein: Dieselbe Bestellung darf beim zweiten Abruf keinen zweiten Datensatz erzeugen. Die Bestellnummer des Marktplatzes dient als eindeutiger Schlüssel.
05. Statusrückschreibung
Versandstatus und Sendungsnummer müssen zeitnah zurückgeschrieben werden. Späte Rückmeldungen verschlechtern die Versandzeitkennzahl und die Händlerbewertung.
06. Überwachung
Letzte Laufzeit und Fehlerzahl der Synchronisationsjobs gehören auf einen Bildschirm. Ein still stehender Job kostet tagelang Umsatz, bis es jemand bemerkt.