Der Marktplatz ist der schnelle Wachstumskanal des E-Commerce. Doch die Summe aus Provisions- und Werbekosten kann manchmal die Bruttomarge des Produkts aufzehren. Beim Verkauf auf dem Marktplatz die Gewinnmarge zu schützen, erfordert keine passive, sondern eine aktive Strategie.
01. Die Provisionsstruktur richtig verstehen
Die Trendyol-Provision variiert je nach Kategorie zwischen 8 und 25 %. Doch die Provision bezieht sich nicht auf die Verkaufszahl, sondern auf den Betrag inklusive Mehrwertsteuer. Hinzu kommen: Versand, Retouren, Werbung. Die Gesamtmarktplatzkosten erreichen für die meisten Produkte 20–35 %.
02. Preisstrategie
Kann dasselbe Produkt auf Ihrer eigenen Website und auf dem Marktplatz einen anderen Preis haben? Ein Preisunterschied ist gesetzlich nicht verboten, kann aber das Verbrauchervertrauen erschüttern. Ein gesundes Modell: auf dem Marktplatz ein margenreduziertes Modell, auf Ihrer eigenen Website der Referenzpreis.
03. Die Retourenquote steuern
Die Retourenquoten auf Marktplätzen liegen zwischen 10 und 25 %. Hohe Retouren bedeuten Kosten pro Produkt. Um die Retourenquote zu senken:
- Die Produktbeschreibung muss klar sein
- Größen-/Maßtabelle korrekt
- Produktfotos realistisch
- Strenge Qualitätskontrolle
04. Werbeinvestition
Trendyol Ads und Hepsiburada-Werbung sind im Kampf um Marktanteile Pflicht. Doch Werbung ohne gemessenen ROAS (Return on Ad Spend) ist ein direkter Verlust. Monatliche Optimierung: In welcher Kategorie, bei welchem Produkt, bei welchem Keyword ist die Werbung profitabel – deren Messung ist unerlässlich.
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