Die neuen Werberegeln treffen mitten in den E-Commerce-Betrieb: Rabattdarstellung und Produktbeschreibungen. Beides hat eine Entsprechung auf der Softwareseite.
01. Das Vorpreis-Problem
Eine Rabattaussage muss auf einem zuvor tatsächlich angewandten Preis beruhen. Den Preis vor der Kampagne zu erhöhen und dann Rabatt zu zeigen, ist genau die Praxis, auf die die Regelung zielt.
02. Preishistorie
Die technische Entsprechung ist, die Preisänderungen jedes Produkts mit Zeitstempel zu speichern. Die meisten Plattformen halten diese Daten vor, geben sie aber nicht auswertbar aus; sie müssen bei Bedarf entnehmbar sein.
03. Kampagnenlogik
Wie Warenkorbrabatte, Gutscheine und Mengenaktionen den Endpreis beeinflussen, muss dem Nutzer klar sein. Wo sich mehrere Rabatte überlagern, wird die Darstellung unübersichtlich und kann irreführen.
04. Umweltformulierungen
Begriffe wie recycelt, umweltfreundlich und klimaneutral in Produktbeschreibungen müssen belegt sein. In Shops, die Lieferantentexte unverändert veröffentlichen, sammelt sich hier das Risiko.
05. Die Lieferkette
Der Beleg für eine Umweltaussage mag beim Lieferanten liegen, die Verantwortung liegt beim Verkäufer. Ein Feld, das diesen Beleg bei der Produktanlage verlangt, ist einfacher als eine spätere Massenprüfung.
06. Der Prüfkalender
August wurde als Monat festgelegt, in dem mittlere, große und sehr große E-Commerce-Dienstleister ihre unabhängigen Prüfberichte an das Ministerium übermitteln. In dieser Größenordnung planen Sie Ihren Kalender entsprechend.
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