In Business Central ist die Lizenzierung nicht modulbasiert, sondern benutzertypbasiert. Das funktioniert anders als gewohnte ERP-Preismodelle und führt häufig zu Fehlern bei der Budgetierung.
01. Drei Benutzertypen
Essentials: Finanzen, Verkauf, Einkauf, Lager, Projekte und einfache Lagerverwaltung. Premium: alles aus Essentials plus Fertigung und Servicemanagement. Team Members: nur Lesen, eigene Datensätze erfassen und genehmigen.
02. Regel für gemischte Lizenzen
Essentials und Premium lassen sich nicht in derselben Umgebung nutzen. Benötigt eine einzige Abteilung das Fertigungsmodul, wechseln alle Vollbenutzer auf Premium. Das ist der am häufigsten übersehene Punkt in der Kostenplanung.
03. Grenzen von Team Members
Weil günstig, möchte man es breit verteilen, doch die Rechte sind eng: Es kann keinen Verkaufsauftrag erfassen und keine Rechnung erstellen. Lager- und Außendienstteams damit abzudecken, geht meist schief.
04. Posten jenseits der Lizenz
Die Lizenz macht meist weniger als die Hälfte der Gesamtkosten aus. Weitere Posten: Einführungsberatung, Abonnement des Türkei-Lokalisierungspakets, Integratorgebühren, Datenmigration, Schulung und jährlicher Support.
05. Bei der Budgetierung
Rechnen Sie die Gesamtkosten über fünf Jahre; die Verteilung zwischen erstem und fünftem Jahr ist sehr unterschiedlich. Beim lokalen ERP ist das erste Jahr schwer und der Rest leicht; beim Cloud-Abo bleiben die Kosten flach und in Fremdwährung.