Der zeitaufwendigste Teil von Marktplatzprojekten ist die korrekte Zuordnung der Produkte. Dieser technisch einfache Schritt dauert Wochen, wenn die Datenqualität schwach ist.
01. Der eindeutige Schlüssel
Für die Zuordnung ist ein Schlüssel zu wählen: Barcode oder Artikelnummer. Beide gemischt zu verwenden erzeugt bei jeder künftigen Massenaktualisierung nicht zuordenbare Datensätze.
02. Barcode-Disziplin
Jede Variante braucht einen eigenen Barcode. Ein einziger Barcode für ein nach Farbe und Größe aufgeteiltes Produkt führt dazu, dass Bestand der falschen Variante zugeschrieben wird. Im Lager entsteht dasselbe Problem.
03. Variantenstruktur
Die Variantenhierarchie im ERP passt selten zur Struktur, die der Marktplatz erwartet. Transformationsregeln gehören in die Integrationsschicht; die ERP-Struktur darf nicht für den Marktplatz verbogen werden.
04. Kategoriezuordnung
Jeder Marktplatz hat einen eigenen Kategoriebaum und Pflichtattribute. Die Kategoriezuordnung sollte einmal erfolgen und gespeichert werden; sie darf keine Aufgabe je Produkt werden.
05. Inhaltsqualität
Regeln zu Titel, Beschreibung und Bildern variieren je Kanal. Abgelehnte Produkte scheitern meist an fehlenden Attributen oder Bildauflösung. Pflichtfeldprüfungen bei der Produktanlage verhindern diese Ablehnung an der Quelle.
06. Massenaktualisierung
Preise an Tausenden Artikeln einzeln zu ändern ist nicht machbar. Regelbasierte Massenaktualisierung ist eine Funktion, die bei der Integratorauswahl nicht übersehen werden darf.