Wächst ein Unternehmen, kann die Kapazität von Mikro nicht mehr ausreichen; dann steht der Umstieg zu Odoo, Logo oder SAP an. Doch die korrekte Übertragung der bestehenden Mikro-Daten ist der schwierigste Teil des Umstiegs. In diesem Beitrag behandeln wir, welche Daten wie übertragen werden.
01. Die zu übertragenden Hauptdaten
Die vorrangigen Datensätze:
- Kontokarten (Kunde, Lieferant)
- Bestandskarten und Bestandssalden
- Kontenplan und Eröffnungssalden
- Buchungsbelege (letzte 2–3 Jahre)
- Rechnungs- und Bestellhistorie (letzte 1–2 Jahre)
- Stücklisten (falls Produktion vorhanden)
02. Datenextraktion
Die Datenextraktion aus Mikro erfolgt auf zwei Wegen: Standard-Excel-Export (für kleine Daten) oder direkte Abfrage über die SQL-Datenbankverbindung (für große Daten). Direktes SQL ist der flexibelste Weg, erfordert aber die Kenntnis der Mikro-Tabellenstruktur.
03. Feldzuordnung
Die Feldstruktur von Mikro unterscheidet sich von der des Zielsystems. Zum Beispiel entspricht das Kontocode-Format in Mikro nicht der partner_id in Odoo. Eine feldbasierte Konvertierungskarte (Mapping) muss erstellt werden.
04. Testmigration
Vor dem Go-live unbedingt eine Testmigration in einer Testumgebung. Mindestens 2–3 Iterationen sollten durchgeführt werden; jedes Mal werden Differenzen gefunden und korrigiert.
05. Parallelbetriebsphase
Eine Parallelbetriebsphase von 2–4 Wochen ist Standard. Nachdem das neue System live ist, läuft Mikro als Backup weiter; die Monatsendzahlen werden verglichen. Werden zwei Wochen in Folge null Differenzen erreicht, wird das alte System abgeschaltet.