KI-Governance definiert nicht, was das Modell kann, sondern was das Unternehmen erlaubt. Es ist ein Managementthema, kein technisches.
01. Warum nötig
Verteilt sich der KI-Einsatz auf Abteilungen, lässt sich nicht mehr verfolgen, wer welche Daten an welches Werkzeug gibt. Governance ist der Rahmen, der diese Streuung unter Kontrolle bringt.
02. Bestandsaufnahme
Der erste Schritt ist eine Liste der eingesetzten KI-Anwendungen: welcher Prozess, welches Modell, welche Daten, wer verantwortlich. Ohne diese Liste ist keine Risikobewertung möglich.
03. Nutzungsrichtlinie
Welche Datenklasse darf zu welchem Werkzeug, welche Entscheidungen dürfen automatisiert werden, welche Ausgaben brauchen menschliche Freigabe. Die Richtlinie muss kurz und umsetzbar sein; ein dreißigseitiges Dokument, das niemand liest, hilft nicht.
04. Rollen
Es braucht einen Eigentümer: eine Person oder ein Gremium mit Verantwortung für den KI-Einsatz, mit Recht, Informationssicherheit und Fachbereich vertreten. Eine Richtlinie ohne Eigentümer bleibt bald nur auf dem Papier.
05. Risikoeinstufung
Jeder Anwendungsfall ist nach Wirkung einzustufen. Ein Zusammenfassungswerkzeug für interne Effizienz kann nicht auf derselben Prüfstufe stehen wie ein System, das Einstellungsentscheidungen beeinflusst.
06. Überprüfung
Prüfen Sie nicht jährlich, sondern bei jedem neuen Werkzeug und jeder Regeländerung. Dieses Feld bewegt sich technisch wie regulatorisch schnell.