Im Agenten-Ökosystem haben sich zwei Protokolle etabliert, die verschiedene Probleme lösen. Sie zu verwechseln stiftet Verwirrung bei Architekturentscheidungen.
01. Zwei verschiedene Achsen
MCP standardisiert die vertikale Verbindung: das Verhältnis zwischen Agent und seinen Werkzeugen und Datenquellen. A2A standardisiert die horizontale: Agenten, die miteinander sprechen und Arbeit übergeben.
02. Was MCP leistet
Es beseitigt die Notwendigkeit, für jedes Werkzeug eine eigene Integration zu schreiben. Schreiben Sie einen MCP-Server für Ihr ERP, können verschiedene KI-Clients ihn nutzen.
03. Was A2A leistet
Es lässt Agenten verschiedener Anbieter im selben Arbeitsablauf zusammenwirken. In Umgebungen mit mehreren Anbietern hat sich der produktive Einsatz rasch verbreitet.
04. Die Berechtigungsfrage
In beiden Protokollen lautet die kritische Frage gleich: Unter welcher Identität handelt der Agent? Unter der des Nutzers oder unter einer eigenen Dienstidentität? Ohne diese Klärung lässt sich keine Berechtigung entwerfen.
05. Die Bedeutung fürs Unternehmen
Die Integrationsinvestition fließt in einen Standard statt in ein einzelnes Produkt. Wechseln Sie Ihr KI-Werkzeug, schreiben Sie die Verbindungsschicht nicht neu.
06. Womit beginnen
Bauen Sie Ihren ersten MCP-Server auf einer rein lesenden Quelle. Werkzeuge mit Schreibrecht öffnen Sie erst, wenn Berechtigung und Protokollierung stehen.