Serverless heißt nicht „kein Server“, sondern „ich verwalte den Server nicht“. AWS Lambda ist die Serverless-Plattform, auf der Sie Code hochladen und den Auslöser definieren. Im richtigen Szenario 90 % Kostenersparnis, im falschen Szenario Chaos.
01. Wie funktioniert es?
Sie laden eine Funktion (Python, Node.js, Java, .NET usw.) auf Lambda hoch. Wird ein Ereignis (HTTP-Anfrage, S3-Datei-Upload, DB-Änderung) ausgelöst, läuft die Funktion, erzeugt eine Antwort und schließt sich. Bezahlt wird nur pro Millisekunde Laufzeit.
02. Einsatzszenarien
Szenarien, in denen Lambda glänzt:
- Bildverarbeitung (bei Upload eines Bildes in S3 automatisch ein Thumbnail)
- API-Backend (API Gateway + Lambda)
- Geplante Aufgaben (CloudWatch Events + Lambda)
- Datentransformationen (Streaming-ETL)
03. Einschränkungen
Lambda ist nicht unendlich flexibel:
- Maximal 15 Minuten Laufzeit
- Bis zu 10 GB Speicher
- Cold-Start-Verzögerung (beim ersten Aufruf 100–1000 ms zusätzliche Zeit)
Für dauerhaft laufende Dienste sind EC2 oder ECS besser geeignet.
04. Kostenanalyse
Die Lambda-Kostenformel: (Anzahl der Anfragen × 0,20 \(/ Million) + (Compute-Sekunden × 0,0000166667\) / GB-Sek). Bei Millionen Anfragen pro Monat muss gerechnet werden; bei dauerhafter Last kann EC2 wirtschaftlicher sein.
05. Serverless Framework
Um Lambda im großen Maßstab als Code zu verwalten, werden das Serverless Framework, AWS SAM oder Terraform verwendet. Ein manuelles Lambda-Deployment wird unhaltbar, sobald es 5+ Funktionen übersteigt.