EC2 ist der am weitesten verbreitete Dienst von AWS. Wenn Sie Ihren eigenen Server in der Cloud betreiben möchten, beginnen Sie mit EC2. Doch die Optionen sind so zahlreich, dass eine falsche Wahl Ihre Monatsrechnung vervielfacht.
01. Instance-Typen
In EC2 gibt es Hunderte Instance-Typen. Die Hauptfamilien:
- t3, t4: General Purpose, wirtschaftlich
- m5, m6: ausgewogen, typischer Webserver
- c5, c6: CPU-lastige Workloads
- r5, r6: RAM-lastig (Datenbank, Cache)
- p3, p4: GPU (ML, KI)
02. Preismodelle
Drei Hauptzahlungswege:
- On-Demand: stündlich, keinerlei Bindung, am teuersten
- Reserved: 1 oder 3 Jahre Bindung, 30–75 % Rabatt
- Spot: bis zu 90 % Rabatt, aber AWS kann jederzeit unterbrechen
03. AMI-Wahl
Als Betriebssystem lassen sich Amazon Linux (AWS-optimiert), Ubuntu (Linux-Weltstandard), Windows Server oder RHEL verwenden. Amazon Linux ist am besten mit AWS integriert.
04. Sicherheitsgruppen
Eine Sicherheitsgruppe ist wie eine Firewall. Über welchen Port (SSH:22, HTTPS:443) von welcher IP der Zugriff erlaubt wird – das wird hier definiert. Falsch konfiguriert, bleibt der Server für die ganze Welt offen.
05. Auto Scaling
Die Serveranzahl steigt und sinkt automatisch je nach Traffic. Ideal für das Black-Friday-Szenario einer E-Commerce-Website. Aber komplex; anfangs ist eine manuelle Verwaltung sicherer.