RAG ist die Methode, ein Sprachmodell die eigenen Dokumente lesen zu lassen und die Antwort darauf zu stützen. Es ist der praktischste Weg, internes Wissen zu nutzen, das das Modell nicht kennt.
01. Warum nötig
Ein Sprachmodell kennt Ihre Verträge, Ihre Verfahren und Ihren Produktkatalog nicht. Ohne sie erfindet es. RAG sucht vor der Antwort das passende Dokument und reicht es dem Modell.
02. Wie es funktioniert
Dokumente werden in Abschnitte geteilt, in numerische Darstellungen überführt und in eine Suchschicht geschrieben. Kommt eine Frage, werden die passendsten Abschnitte gefunden und mit der Eingabe an das Modell gesendet. Das Modell stützt die Antwort darauf.
03. Was sich 2026 geändert hat
RAG ist nicht mehr nur Vektorsuche plus Modell. In Unternehmensinstallationen ist daraus eine geregelte Entscheidungsinfrastruktur geworden, die Prüfergebnisse und Risikobewertungen beeinflusst. Damit rückten Nachvollziehbarkeit und Berechtigung nach vorn.
04. Quellen zeigen
Auf welchem Dokument eine Antwort beruht, muss sichtbar sein. Eine Antwort ohne Quelle gewinnt im Unternehmen kein Vertrauen, selbst wenn sie stimmt; und wenn sie falsch ist, fällt es niemandem auf.
05. Die Berechtigungsgrenze
Ein Dokument, das ein Nutzer nicht sehen darf, gehört nicht in seine Antwort. Die Suchschicht muss nach Nutzeridentität filtern. Fehlt dieser Schritt, wird RAG zum Kanal, der unbefugtes Wissen preisgibt.
06. Womit beginnen
Starten Sie mit einem Dokumentbestand und einer Nutzergruppe. Listen Sie die zehn häufigsten Fragen und messen Sie, ob das System sie richtig beantwortet. Den Umfang erweitern Sie danach.