Power BI, die Business-Intelligence-Plattform von Microsoft, ist in den letzten Jahren zum nach Excel am weitesten verbreiteten Werkzeug in der Unternehmenswelt geworden. Doch der Satz „wir haben Power BI eingeführt“ bedeutet meist „wir haben ein paar Berichte gebaut“. Eine echte Power-BI-Einführung beginnt beim Datenmodell.
01. Das Power-BI-Ökosystem: Desktop, Service, Gateway
Power BI besteht eigentlich aus drei Teilen:
- Power BI Desktop: die Desktop-Anwendung, in der der Bericht entwickelt wird
- Power BI Service: die Cloud-Umgebung, in der Berichte veröffentlicht werden
- On-premises Gateway: die Brücke, die Ihre lokalen Datenbanken mit dem Service verbindet
Die Rolle aller drei zu verstehen, ist die Grundlage der Architekturentscheidungen.
02. Das Datenmodell: Hier ist das Herz
Die wahre Stärke von Power BI liegt nicht in den Berichten, sondern im Datenmodell. Ein nach der Logik des Sternschemas (star schema) aufgebautes Modell ermöglicht es, komplexe Kennzahlen mit einfachem DAX zu schreiben.
Mit einem falschen Modell geschriebenes DAX bleibt, so gut es auch sein mag, langsam und ist unwartbar.
03. DAX-Grundlagen
DAX (Data Analysis Expressions) ist die Formelsprache von Power BI. Es sieht Excel ähnlich, arbeitet aber nicht zeilen-, sondern filterbasiert. Die ersten drei zu lernenden Funktionen:
- CALCULATE (Filter ändern)
- FILTER (zeilenbasierter Filter)
- SUMX (iterative Summe)
Werden diese drei richtig verstanden, erschließen sich 80 % von DAX.
04. Veröffentlichung und Aktualisierung
Der Bericht ist im Desktop fertig. Sie veröffentlichen ihn im Service. Die Daten müssen aktualisiert werden: Das kann geplant erfolgen (maximal 8-mal täglich bei der Standardlizenz) oder per Push-API in Echtzeit.
Wird die Gateway-Einrichtung vernachlässigt, ist der Zugriff auf lokale Daten eingeschränkt; das ist in den ersten Monaten der häufigste Stolperpunkt.
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