Um Ihre Logo-Tiger-3- oder Netsis-Daten an Power BI anzubinden, gibt es mehrere Wege. Jeder Ansatz hat seine eigenen Vor- und Nachteile. In diesem Beitrag behandeln wir die drei Hauptmethoden und praktische Anwendungsbeispiele.
01. Methode 1: Direkte SQL-Server-Verbindung
Logo Tiger und Netsis nutzen eine MSSQL-Datenbank. Aus Power BI lässt sich über Get Data > SQL Server direkt verbinden. Vorteil: am schnellsten und flexibelsten. Nachteil: Man muss die Logo-Tabellenstruktur kennen, und die Datenbanklast spiegelt sich direkt in Power BI wider.
02. Methode 2: Logo Data Connect
Eine von Logo selbst entwickelte Schnittstelle. Sie bringt vordefinierte Logo-Tabellen und -Views in Power BI. Einfach zu nutzen, aber in der Flexibilität begrenzt; für individuelles Reporting kann sie unzureichend sein.
03. Methode 3: Custom OData / REST API
Logo j-Platform und moderne Tiger-3-Versionen bieten OData oder REST API. Aus Power BI lässt sich an diese Dienste anbinden. In Cloud-Szenarien bevorzugt.
04. Ein Sternschema aufbauen
Die rohen Logo-Tabellen sind normalisiert; für Power BI muss man sie in ein Sternschema umwandeln. Dafür:
- Auf dem SQL Server werden Views definiert
- In Power Query werden Tabellen zusammengeführt
- Es werden die Faktentabelle (Verkauf, Bestellung) und Dimensionstabellen (Kunde, Produkt, Datum) erstellt
05. Häufig gestellte Fragen
Häufige Situationen:
- Daten zweier Gesellschaften in einem Bericht: werden über die Firmenspalte (LFIRMNR) getrennt
- Zum Monatsabschluss abweichende Zahl: Abschlussbelege müssen berücksichtigt werden
- Die Performance ist langsam geworden: Aggregations oder Incremental Refresh sollten erwogen werden