„Sollten wir das ERP wechseln?“ Diese Frage ist eine Investitionsentscheidung in Millionenhöhe. Doch Unternehmen treffen diese Entscheidung oft zum falschen Zeitpunkt und aus den falschen Gründen. Dieser Beitrag behandelt die richtigen Signale und das richtige Timing.
01. Die falschen Gründe
Für einen ERP-Wechsel unzureichende (aber häufig vorgebrachte) Gründe:
- „Wir modernisieren“
- „Der neue CEO will eine Veränderung“
- „Unsere Wettbewerber haben auch gewechselt“
- „Die Oberfläche ist nicht schön“
Projekte, die mit diesen Gründen beginnen, erzeugen nach dem Go-live meist Reue.
02. Die richtigen Gründe
Die konkreten Begründungen für einen ERP-Wechsel:
- Der Herstellersupport ist ausgelaufen / das System veraltet
- Das Wachstum sprengt das bestehende System
- Die Einhaltung neuer gesetzlicher Vorgaben ist unmöglich
- Eine Struktur mit vielen Filialen / Gesellschaften wird nicht unterstützt
- Die Integrationsmöglichkeiten sind blockiert
Sind zwei bis drei Gründe gleichzeitig gültig, wird die Entscheidung klar.
03. Was ist vor der Entscheidung zu tun?
Die letzten Prüfungen, bevor man sich zum ERP-Wechsel entscheidet:
- Ist eine Verbesserung im bestehenden System möglich?
- Lässt sich das Problem durch ein Zusatzmodul lösen?
- Genügt eine Prozessverbesserung allein?
Lautet die Antwort auf diese drei Fragen „nein“, kann die Suche nach einem neuen ERP beginnen.
04. Das richtige Timing
Der ideale Zeitraum für einen ERP-Umstieg: eine Phase mit vergleichsweise geringer Geschäftsauslastung, minimalem äußerem Druck und hoher Teammoral. Eine ausgelastete Abschlussperiode wie Oktober–Dezember ist falsch.
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